Anlässlich des 35. Jahrestages der Deutschen Einheit haben Schülerinnen und Schüler der Tilemannschule Limburg unter dem Motto: „Das Gute an Deutschland ist…“ rund um den Tag der Deutschen Einheit mehr als 35 Aktionen durchgeführt. In einer Zeit, in der die Erinnerung an die Teilung Deutschlands für viele junge Menschen nur noch Geschichte ist, setzten sich unsere Schülerinnen und Schülern mit den Werten der Einheit, Vielfalt und Demokratie auseinander. Die Veranstaltung wurde von den Leistungskursen Politik und Wirtschaft der Q1 in enger Zusammenarbeit mit der Schülervertretung (SV) organisiert und durch das Engagement zahlreicher Lehrkräfte unterstützt. So konnten sich die vielen kreativen und interaktiven Aktionen, Projekte und Ausstellungen aus allen Jahrgangsstufen wirklich sehen lassen: z.B. eine Ausstellung mit Motiven zur deutschen Einheit mit Gedanken von Schülerinnen und Schülern, digitale Beteiligungsformate, ein Mentimeter-Voting zur Frage „Das Gute an Deutschland ist…“ der Jahrgangsstufen 7- Q3, eine Diskussionsrunde zu „ Einigkeit, Verdruss und Freiheit“ – 35 Jahre deutsche Einheit im Talkshow- Format oder auch das „Zeitzeugen-Memorial“ mit Beschäftigung zu Berichten über Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus der Zeit der SED-Diktatur. Stationenlernen von Schülerinnen und Schülern oder auch die Kinderschminkaktion der Oberstufenkurse Kunst und PoWi sowie der SV für die Jahrgangsstufe 5, zeigten eindrucksvoll das vielfältige Angebot und wie unsere Schülerschaft sich mit der Bedeutung der deutschen Einheit auseinandersetzt und Demokratie und Gemeinschaft aktiv lebt.
https://www.tilemannschule.de/wp-content/uploads/2025/10/06b5415d1ccd45c982dfe1298cac6d8e.jpg12001600tdhttps://www.tilemannschule.de/wp-content/uploads/2025/03/Logo.svgtd2025-10-20 13:57:482025-10-24 16:38:07Veranstaltungsreihe „35 Jahre Deutsche Einheit – Das Gute an Deutschland ist…“ an der Tilemannschule
MINT-mit-Aktionstage an der THM Gießen – Die Klasse 10g3 baut USB-Solarladegeräte
Im Rahmen des Fachs Experimentieren und der Unterrichtsreihe „Die Energie der Sonne nutzen“ nahm die Klasse 10g3 der Tilemannschule am 11. Juni 2025 an den diesjährigen MINT-mit-Aktionstagen Mittelhessen an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) in Gießen teil.
Nach einer erfolgreichen Bewerbung wurde die Tilemannschule zu diesem besonderen Workshop eingeladen – nur ausgewählte Schulen aus der Region erhielten diese Möglichkeit.
Das Thema des Tages lautete „USB-Solarladegeräte“. Nach einem kurzen theoretischen Input zur Funktionsweise von Solarzellen und zu den Grundlagen elektrischer Spannung durften die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden: Sie löteten Bauteile zusammen, maßen Spannungen, berechneten elektrische Größen und setzten schließlich alle Komponenten zu einem funktionierenden Solarladegerät zusammen.
Am Ende konnten die Gruppen stolz ihre eigenen Geräte testen – und tatsächlich ein Handy mit Sonnenenergie aufladen. Eines der gebauten Solarladegeräte durfte sogar an die Tilemannschule mitgenommen werden und kann nun auch für das Fach Experimentieren eingesetzt werden. Der Tag bot spannende Einblicke in angewandte Physik und Technik und zeigte eindrucksvoll, wie vielseitig und praxisnah MINT-Fächer sein können.
https://www.tilemannschule.de/wp-content/uploads/2025/11/2025_Chemie_Giessen_banner.jpg410750tdhttps://www.tilemannschule.de/wp-content/uploads/2025/03/Logo.svgtd2025-08-26 13:51:002025-11-03 14:04:04Klasse 10g3 an der THM Gießen
Mit einem feierlichen ökumenischen Gottesdienst in der Jugendkirche Cross Over begann am Montag die Einschulung der neuen fünften Klassen an der Tilemannschule. Pfarrer Stambke und Pastoralreferentin Kunkel hießen die zahlreichen Gäste herzlich und vor farbenfrohem Hintergrund willkommen. Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt – Schülerinnen und Schüler, Eltern, Geschwister, Verwandte und Lehrkräfte hatten sich versammelt, um gemeinsam den besonderen Tag zu feiern.
Inhaltlich stand der Gottesdienst unter dem Zeichen des Regenbogens, der die Kinder wie ein Rückenwind oder ein Mutmacher in den nächsten Jahren begleiten soll:
Jede Farbe wurde mit einem Wunsch verbunden – etwa,
dass man Hoffnung und immer wieder Mut haben soll, Dinge anzupacken,
dass man Geduld brauche,
dass man mit Energie und Begeisterungsfähigkeit Spaß am Lernen hat und
dass es wichtig ist, wirklich gute Freunde zu haben, mit denen man gute und schwierige Zeiten durchstehen kann.
Der Regenbogen als Symbol für einen bunten, hoffnungsvollen Start in den neuen Lebensabschnitt durchzog sich auch musikalisch in der Liedauswahl. Begleitet wurden die Stücke durch Johannes Burek an der Orgel.
Im Anschluss an den Gottesdienst versammelte sich die Schulgemeinschaft in der Sporthalle der Tilemannschule. Dort wurden die neuen Sextaner von den Minisinfonikern unter der Leitung von Anke Bartel musikalisch begrüßt. Die Neuankömmlinge bekamen einen ersten Eindruck, zu welchen Leistungen ihre Vorgängerinnen und Vorgänger nach einjährigem musikalischen Üben im Stande sind.
Nach der offiziellen Begrüßung durch den Schulleiter Dr. Holger Fröhlich und allgemeinen Informationen zum Schulbetrieb wurden die Kinder schließlich ihren neuen Klassen sowie -lehrkräften zugeteilt. Darauf hatten die Jüngsten im Raum bereits die ganzen Ferien hingefiebert. Begleitet von ihren Lehrkräften machten sie sich auf den Weg in die Klassenräume, um erste Eindrücke zu sammeln und ihre Mitschülerinnen und Mitschüler kennenzulernen. Währenddessen erhielten die Eltern wichtige Informationen zum Schulleben, zum Tagesablauf sowie zu anstehenden Terminen.
Die Einschulungsfeier machte deutlich, wie wichtig der Tilemannschule ein gelingender Start für die neuen Mitglieder der Schulgemeinschaft ist – getragen von Gemeinschaft, gegenseitiger Unterstützung und der Einbindung der Eltern in das Schulgeschehen.
Text und Fotos: MIC
https://www.tilemannschule.de/wp-content/uploads/2025/08/Einschulungsgottesdienst-2025-Banner.png4611493leonelhttps://www.tilemannschule.de/wp-content/uploads/2025/03/Logo.svgleonel2025-08-25 14:10:522025-08-25 16:19:11Einschulungsfeier der neuen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler an der Tilemannschule
https://www.tilemannschule.de/wp-content/uploads/2025/03/Logo.svg00tdhttps://www.tilemannschule.de/wp-content/uploads/2025/03/Logo.svgtd2025-08-25 14:03:292025-08-25 14:08:24Schule in Afrika
https://www.tilemannschule.de/wp-content/uploads/2025/07/2024-25-Uebersicht_S-VArbeit-banner.jpg4211500tdhttps://www.tilemannschule.de/wp-content/uploads/2025/03/Logo.svgtd2025-07-02 11:28:232025-07-02 11:30:21Projekte der SV
Im Rahmen einer kleinen Feierstunde erfolgte am 22. Mai die Scheckübergabe an die Fly & Help-Stiftung. Dafür war Reiner Meutsch mit seinem Team erneut persönlich an die Tilemannschule nach Limburg gekommen.
Im Beisein des Schulsprechers Inan Inci sowie der Schülervertretung, des Schulleiters Dr. Holger Fröhlich, der ehemaligen Schulleiterin Regine Eiser-Müller sowie den Klassensprecherinnen und Klassensprechern nahm die Stiftung den symbolischen Spendenscheck im Wert von 35.466 Euro sichtlich erfreut entgegen. Der Spendenwert ist eine wahnsinnige Leistung der gesamten Schulgemeinde und ihrer Förderer.
Das gespendete Geld wurde bereits in den Bau des Schulgebäudes im Senegal gesteckt: Frau Eiser-Müller verschaffte sich persönlich einen Eindruck vor Ort und schaute, wie die Gelder ausgegeben wurden. Sie besichtigte das neue Schulgebäude, sprach mit dem Schuldirektor und lernte den Unterricht hautnah kennen. Auch besuchte sie weitere Schulen, die über die Stiftung finanziert wurden. Mit farbenfrohen Bildern und Eindrücken von motivierten und freundlichen Schülerinnen und Schülern im Gepäck berichtete sie den Tilemannschülerinnen und -schülern von ihren Erlebnissen.
Anfang Januar ist eine Reise von Mitgliedern der Schulgemeinde geplant, damit sich noch mehr einen Eindruck vor Ort verschaffen können.
Text: MNC Fotos: SV, EIM
https://www.tilemannschule.de/wp-content/uploads/2025/06/2025-06_scheckuebergabe_schule_in_Afrika_9608_banner.jpg5671500tdhttps://www.tilemannschule.de/wp-content/uploads/2025/03/Logo.svgtd2025-06-06 19:41:572025-06-06 19:44:43Scheckübergabe an die Fly & Help-Stiftung
Selten findet man einen Ort in der Schule, an dem Stille herrscht.
Am Montag, den 28.04.2025, herrschte trotz voll besetzter Mensa durch die Jahrgangsstufe E Stille. Grund war Henriette Kretz-Daniszewska, geboren 1934 in der polnischen Stadt Stanisławów (heute Ukraine), Holocaust-Überlebende.
Schaute man in der rund zweistündigen Veranstaltung, welche die Geschichtslehrkräfte Julia Teich und Fabian Zipp über das Bistum Limburg organisiert hatten, in die Gesichter der Jugendlichen, sah man Betroffenheit, Fassungslosigkeit, Aufmerksamkeit und echtes Interesse an der Überlebensgeschichte der verfolgten Zeitzeugin der Nazi-Diktatur.
Henriette Kretz-Daniszewskas Leben begann als das eines ganz normalen Kindes. Ihr Vater praktizierte im Jahr ihrer Geburt als HNO-Arzt, ihre Mutter arbeitete als Anwältin. Doch bereits im Alter von circa fünf Jahren vernahm sie in ihrem Wohnort in der Nähe von Opatów im südöstlichen Polen das erste Mal das Wort „Krieg“ und schon bald spürte sie als Kind, was das bedeutete: Nach dem Überfall auf Polen im Herbst 1939 floh die Familie vor den heranrückenden Deutschen. Henriette kam mit ihren Eltern zuerst nach Lemberg. Dort versorgte ihr Vater Verwundete, die sich Hitlers Eroberung Polens entgegenstellten. Bald darauf zogen sie weiter ins benachbarte Sambor, wo ihr Vater Direktor eines Sanatoriums für tuberkuloseerkrankte Kinder wurde. Da der Vater aus Verantwortung für die kranken Kinder mit seiner Familie nicht mit den Russen flüchtete als die Deutschen die Gebiete besetzten, spürte die Familie bald die Folgen ihrer Entscheidung: Henriette durfte nicht zur Schule, ihr Vater erhielt ein Berufsverbot, seit dem 9. Lebensjahr trug sie sichtbar den Davidstern.
Henriette war eine Jüdin unter vielen, die genau wie Sinti und Roma laut der arischen Rassentheorie kein Recht auf Überleben hätten. Ein Offizier sprach zu ihr als Kind: „Es gibt zwei Völker, die unmenschlich sind: die Juden und die Sinti und Roma.“ In nur fünf Jahren wurden sechs Millionen Juden und 150000 Sinti und Roma vernichtet. Henriette, dem Tode immer nahe, überlebte den Abtransport der jüdischen Kinder, das Ghetto, die monatelangen geheimen Verstecke hinter einem Schrank, im Kohlekeller und auf einem Dachboden. Von den Nazis entdeckt und ins Gefängnis geworfen, entkam sie, musste dann aber kurz vor Kriegende miterleben, wie ihre Eltern erschossen wurden. Sie selbst konnte fliehen.
In eindringlichen Worten erzählt die Zeitzeugin, wie übermächtig das Gefühl der Einsamkeit zu diesem Zeitpunkt war: sie hatte kein Zuhause mehr, keine Eltern und Bekannte, sie wusste nicht, wem sie noch trauen konnte. Denjenigen, die sie verstecken würden, drohte selbst die Todesstrafe. Schließlich kämpfte sie sich von Busch zu Busch bis zu einem Waisenhaus vor, in welchem eine ehemalige Mitarbeiterin ihres Vaters als Nonne das Heim leitete. Diese erkannte das Mädchen, gab ihr einen anderen Namen, nahm sie im Heim auf und versteckte sie dort, was ihr das Leben rettete
Henriette Kretz-Daniszewska, welche nach dem Krieg auf Umwegen nach Antwerpen kam, studierte später Kunstgeschichte und wurde Lehrerin für Französisch in Israel, wo sie insgesamt 13 Jahre lang lebte. 1969 kehrt sie nach Antwerpen zurück. Ihre Erinnerungen hat sie in dem Buch „Willst du meine Mutter sein?“ festgehalten. Seit 2024 gibt es auch eine kurze filmische Dokumentation des SWR unter diesem Link. Ihr ist es wichtig, ihre Geschichte immer wieder zu erzählen und im Besonderen die Jugendlichen anzusprechen: „Ich bin gekommen, damit ihr nicht in einer Diktatur lebt. Ich bin nicht gekommen, um euch Märchen zu erzählen, sondern die Wahrheit. Ich habe sie erlebt. Macht, dass das nicht noch einmal passiert.“
Sichtlich ergriffen verließen die Schülerinnen und Schüler die Mensa. Einige suchten im Anschluss das persönliche Gespräch, um noch einige Momente innezuhalten. Wer sich weiter mit dem Thema befassen will, findet unterhttps://zeitzeugen.bistumlimburg.de/ Hinweise für weitere Zeitzeugenprojekte.
Textgrundlage: Selina Baer, ROS
Text: MNC
https://www.tilemannschule.de/wp-content/uploads/2025/05/2025-05_zeitzeugin_banner.jpg362766haukehttps://www.tilemannschule.de/wp-content/uploads/2025/03/Logo.svghauke2025-05-15 13:50:002025-05-18 21:28:47„Lassen Sie das nicht zu!“ – Eindringliche Worte einer Holocaust-Überlebenden
Am 31.03.2025 erhielt unsere Lehrerin Melanie Müller-Schlaudt in Berlin eine ganz besondere – wohl einmalige Auszeichnung in der beruflichen Laufbahn: Der Deutsche Lehrkräftepreis, welcher jährlich verliehen wird, basiert auf Nominierungen der Schülerinnen und Schüler der Abschlussjahrgänge, welche in Eigeninitiative Lehrkräfte für diese Auszeichnung vorschlagen können. Es sollen jene Lehrkräfte Anerkennung finden, die in besonderem Maße für Haltung und Werte stehen, innovative Unterrichtsideen umsetzen, Begeisterung wecken und Fähigkeiten individuell fördern. All dies hat Frau Müller-Schlaudt all die Jahre geschafft und Schülergenerationen positiv geprägt: „Ich habe mich bei Ihnen immer sicher und gesehen und verstanden und insgesamt einfach gut aufgehoben gefühlt.“ „Als Lehrerin war sie nicht nur offen und herzlich im Umgang mit uns, sondern viel mehr wie ein Kompass, der uns eine Richtung gegeben hat.” So hebt auch die Jury hervor, dass es Frau Müller-Schlaudt sehr gut gelingt, mit fachlicher Kompetenz Interesse und Neugier am Fach zu wecken und gleichzeitig als Vorbild und konsequenter Wertevermittler aufzutreten. In der Kategorie „Ausgezeichnete Lehrkräfte“ bekam die Lehrkraft der Tilemannschule als eine von zehn Preisträgerinnen und Preisträgern deutschlandweit die Auszeichnung.
Diese Nachricht verbreitete sich am Montag in der Schule wie ein Lauffeuer. „Um eine solch außergewöhnliche Auszeichnung zu erhalten, müssen mindestens zwei Dinge erfüllt sein: Erstens braucht es eine Lehrkraft, die sich mit pädagogischer wie fachlicher Exzellenz in besonderem Maße für ihre Schülerinnen und Schüler engagiert. Zweitens – und das sehe ich als großes Kompliment für die Tilemannschule – bedarf es einer Schulkultur, in der gegenseitige Wertschätzung und Anerkennung einen besonderen Stellenwert haben und einen fruchtbaren Boden für herausragende pädagogische Leistungen und erfolgreiches gemeinsames Lernen bieten. Damit darf ich nicht nur Frau Müller-Schlaudt zu ihrer gleichermaßen verdienten wie beeindruckenden persönlichen Auszeichnung herzlich gratulieren, sondern auch der gesamten Schulgemeinschaft dafür danken, dass solche Erfolge an der Tilemannschule möglich sind. Das Studienseminar Wiesbaden beglückwünsche ich dazu, mit Frau Müller-Schlaudt eine Ausbilderin in seinen Reihen zu haben, deren pädagogische Qualitäten unmittelbar der Ausbildung neuer Lehrkräfte zugutekommen.“, berichtet Dr. Holger Fröhlich als Schulleiter der Tilemannschule stolz. Auch Michael Scholz als Leitender Regierungsdirektor des zuständigen Staatlichen Schulamtes gratuliert anerkennend: „Es ist beeindruckend, wie vielfältig und erfolgreich sich Frau Müller-Schlaudt für die Schülerinnen und Schüler der Tilemannschule, aber auch für die sich noch in Ausbildung befindlichen Lehrkräfte einsetzt. Ich bin sehr froh, dass durch den Deutschen Lehrkräftepreis ein solches herausragendes Engagement adäquat gewürdigt wird und danke Frau Müller-Schlaudt herzlich für ihre großartige Arbeit in Schule und Studienseminar.“
Am Sonntag, den 19.01.2025 fand im Sendessaal des Hessischen Rundfunks in Frankfurt das Finale des Landeswettbewerbs „Jugend jazzt Hessen für Bigbands“ statt, für das sich die drei besten Bigbands im Alter von bis zu 24 Jahren qualifiziert hatten.
Bild: hr/Sebastian Reimold
Bei ihrer ersten Teilnahme an diesem Wettbewerbsformat ist es der Tile-Bigband unter der Leitung ihres Musiklehrers Sebastian Fröhlich gleich gelungen, einen hervorragenden 2. Platz zu erspielen. Mit laut Jury „sehr guten Solistinnen und Solisten und einem hervorragenden Rhythmusgefühl“ überzeugte die Tile-Bigband Jury und Publikum gleichermaßen. Die Musikerinnen und Musiker zeigten sich im Anschluss stolz über die erbrachten Leistungen und wurden mit viel Jubel und Applaus für ihre Darbietung im hr-Sendesaal belohnt.
Bild: hr/Sebastian Reimold
In einem engen Finale erreichte die LIO-Bigband aus Darmstadt den ersten Platz, die IKS Swing Kids aus Rüsselsheim, die den Wettbewerb die beiden letzten Male jeweils gewonnen hatten, belegten den 3. Platz.
Bild: hr/Sebastian Reimold
Im Vorfeld des Wettbewerbs war ein Kamerateam der Hessenschau zu Besuch in der Tilemannschule und hatte diese bei einer Probe sowie beim Wettbewerb begleitet. Zu sehen ist der Beitrag über den folgenden Link und in der ARD-Mediathek:
Kunstprojekt im Juli 2024: Die fertig gestaltete Flurwand
Die fantastische Unterwasserwelt in der Kinderklinik St. Vincenz-Krankenhaus
In der letzten Schulwoche vor den Sommerferien verwandelte sich die Kinderstation des St. Vincenz-Krankenhauses in eine bunte Kunstwerkstatt. Mit ihrer Lehrerin Patricia Janning nahmen über 20 Schülerinnen und Schüler der Tilemannschule an diesem kreativen Malprojekt teil, das nicht nur Abwechslung in den Klinikalltag brachte, sondern die Kinderstation in eine fantasievolle Unterwasserwelt verwandelte.
Das Projekt wurde vom Lions Club Limburg Goldener Grund initiiert. Es zielt darauf ab, den Krankenhausaufenthalt der Kinder zu erleichtern und ihnen gleichzeitig Freude und Zuversicht zu schenken.
Kunstprojekt im Juli 2024: Arbeiten in der letzen Woche vor den Sommerferien
Das Kunstprojekt begann bereits im Jahr 2023 mit dem Kunst-Leistungskurs des Abiturjahrgangs 2024. Das im Vorraum der Kinderklink stehende Aquarium inspirierte die Schülerinnen und Schüler des Kurses. Sie malten die ersten Meerestiere an die Wände der Station.
Der Lions Club Goldener Grund unterstützte das Projekt auch in diesem Jahr finanziell. So konnte Patricia Janning die kinderfreundliche Gestaltung der Kinderstation des St. Vincenz-Krankenhauses fortführen und erweitern. Diesmal konnten alle Interessierten an dem Kunstprojekt teilnehmen. So entstand ein jahrgangsübergreifendes Projekt von kunstinteressierten Lernenden der Tilemannschule Limburg.
Schon einmal, im Jahr 2023, hatten die Schülerinnen und Schüler an einem Kunstprojekt in St. Vincenz gearbeitet.
Die Künstlerinnen und Künstler trafen sich einige Male nachmittags und sammelten erste Ideen. Bald wurden Skizzen angefertigt und es hieß schnell: Die fantastische Unterwasserwelt wird erweitert. Wegen des positiven Feedbacks für das Projekt 2023, wurde nun nicht nur der Wartebereich, sondern auch der Gang sowie die Patientenzimmer der Kinderstation gestaltet.
Kunstprojekt im Juli 2024: Detail der Flurwand
Es war eine Herausforderung, zu den vielen bekannten Unterwassertieren aus dem Jahr 2023, andere Tiere in das Konzept zu integrieren und ihnen medizinische Besonderheiten zuzuweisen. So wurden verbundene Flossen, Pflaster, Spritzen und Stethoskope geplant und skizziert. Außerdem sollte jeder Meerescharakter einen Steckbrief und somit eine ganz individuelle Persönlichkeit erhalten, sodass die Kinder sich mit den Tieren identifizieren können.
Mit der Umsetzung der Ideen begannen die Lernenden gemeinsam in der letzten Schulwoche vor den Sommerferien. Sie trafen sich täglich zum Schulbeginn vor dem Krankenhaus und malten und berieten sich gemeinsam stundenlang. Außerdem stärkte das gemeinsame Pinseln an einer neuen Unterwasserwelt den Gruppenzusammenhalt der Künstlerinnen und Künstler.
Kunstprojekt im Juli 2024: Arbeiten in der letzen Woche vor den Sommerferien
Darüber hinaus entstanden spontan neue Ideen und Geschichten, welche die unterschiedlichen Meerestiere untereinander verbinden und lebendig wirken lassen, z. B eine Band aus Fischen, Muscheln und Krebsen oder die Crew eines Schiffswracks, bestehend aus Krabben.
Kunstprojekt im Juli 2024: Arbeiten in der letzen Woche vor den Sommerferien
Kunstprojekt im Juli 2024: Arbeiten in der letzen Woche vor den Sommerferien
Während des Malens erlebten die Schülerinnen und Schüler den stressigen Klinikalltag mit. Besonders an den ersten Tagen mussten sie immer wieder unterbrechen, um die Patientenaufnahme nicht zu behindern. Den Stress, der im Krankenhaus herrscht, bekamen sie am eigenen Leib mit. Auch sahen sie junge Patientinnen und Patienten, wie sie auf Liegen in die Zimmer geschoben wurden – die Umstände einer Notaufnahme wurde jedem Beteiligten bewusst – statt in der Schule war man mitten im Geschehen des Alltags des Krankenhauspersonals.
Auf dem Foto zu sehen: Vertreter und Vertreterinnen des Lions Club Limburg Goldener Grund (Peter Jefremow, Mitglied, Sascha Huth, Past-Präsident, Andreas Friedrich, Präsident, Prof. Dr. Karen Reimer, Mitglied und Leiterin des Projektes) sowie Dr. Holger Fröhlich (Schulleiter der Tilemannschule), Prof. Dr. Rupp (Chefarzt der Kinderklinik), Patricia Janning (Kunstwerkstatt Kukunat) und die kreativen Schülerinnen und Schüler
Mit all diesen Eindrücken im Gepäck war es das Ziel der jungen Künstlerinnen und Künstler, den Kindern etwas Raum für Hoffnung und Freude zu schenken sowie ihnen Abwechslung und Ablenkung vom oft tristen Klinikalltag zu ermöglichen. Schon während des Malprozesses waren sowohl die Kinder als auch die Eltern begeistert. Einige Patientinnen und Patienten wollten sogar direkt selbst zum Pinsel greifen, was sie in Teilen auch taten.
All die Begeisterung, die Interaktion und das Interesse der anwesenden Personen bestätigten den Künstlerinnen und Künstlern noch vor der Fertigstellung den Erfolg des Projekts. Auch die Ärztinnen und Ärzte kommentierten das Projekt positiv und nennen die Räume nicht mehr A1, A2 und A3, sondern Delfin-, Eisbär-, und Pinguinraum.
Der Lions Club Limburg Goldener Grund, der das Projekt mitfinanzierte, möchte nun ein Ausmalheft mit den kreierten Meeresbewohnern erstellen. Das Titelbild wird die Schülerin Elisabeth Koch beisteuern. Darüber hinaus sollen weitere Malprojekte der Tilemannschule im St. Vincenz-Krankenhaus unterstützt werden.
Fotos: P. Janning. Weitere Fotos finden Sie in den Kunstgalerien auf der Startseite rechts. Text: Anaya Baig, Marie Gillen, Carina Menche
https://www.tilemannschule.de/wp-content/uploads/2024/11/2024-07_kunstprojekt_st-vincenz_banner-2.jpg3181500tdhttps://www.tilemannschule.de/wp-content/uploads/2025/03/Logo.svgtd2024-11-09 14:30:572024-11-09 15:10:10Wenn der Hammerfisch die Zähne geputzt bekommt