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Preisverleihung des 73. Europäischen Wettbewerbs an der Tilemannschule

Unter dem Motto „Dein Europa: Recht, Respekt – Realität?!“ stand in diesem Jahr der 73. Europäische Wettbewerb, an dem sich bundesweit sowie an deutschen Schulen im Ausland insgesamt 74.938 Schülerinnen und Schüler beteiligten. Die feierliche Preisverleihung am 11.06.2026 für die Region fand in der Aula der Tilemannschule statt, die zugleich als Gastgeber fungierte.

Für einen schwungvollen Auftakt sorgte der Sextanerchor der Tilemannschule, der mit einem mitreißenden Stück gleich zu Beginn für gute Stimmung sorgte und bei vielen Gästen bereits Vorfreude auf die bevorstehenden Sommerferien weckte.

Schulleiter Dr. Holger Fröhlich begrüßte die Schülerinnen und Schüler der Freiherr-vom-Stein-Schule Dauborn, des Gymnasiums Philippinum Weilburg, der Adolf-Reichwein-Schule sowie der Tilemannschule. Ebenso hieß er zahlreiche Ehrengäste willkommen, darunter Jochen Reinhardt vom Staatlichen Schulamt, Bürgermeister Dr. Marius Hahn, Dietmar Langusch, Vorsitzender der Europa-Union, sowie Roland Gawinski, Landesbeauftragter des Europäischen Wettbewerbs für Hessen.

In seiner Ansprache betonte Fröhlich die besondere Bedeutung europäischer Werte, die angesichts aktueller Krisen zunehmend unter Druck geraten seien. Gerade deshalb würdigte er die intensive Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit Themen wie Kinderrechten, Meinungsfreiheit und sozialer Gerechtigkeit. Persönlich erinnerte er an seine eigene Kindheit, in der Reisen innerhalb Europas noch mit Grenzkontrollen und Geldwechsel verbunden gewesen seien – ein deutlicher Kontrast zur heutigen Freizügigkeit.

Auch Bürgermeister Hahn und Jochen Reinhardt hoben in ihren Reden die Vorteile eines geeinten Europas hervor. Sie unterstrichen die Aktualität der europäischen Grundwerte und lobten das Engagement der jungen Teilnehmenden, die sich kreativ und kritisch mit gesellschaftlichen Herausforderungen auseinandergesetzt haben.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung präsentierten drei Schülerinnen exemplarisch ihre ausgezeichneten Arbeiten. Eline Ahl vom Gymnasium Philippinum Weilburg stellte ein Bild vor, das junge Menschen auf einem Konzert zeigt und die Themen Diversität, Gemeinschaft und Kreativität in den Mittelpunkt rückt. Charlotte Theuke setzte sich in ihrem Werk kritisch mit großen Medienkonzernen auseinander und stellte die Europäische Union symbolisch als schützende Kraft im „Haifischbecken“ der Tech-Giganten dar. Fabienne Zanger thematisierte in ihrem Beitrag die weiterhin bestehende Ungleichberechtigung von Frauen und regte zum Nachdenken über gesellschaftliche Strukturen an.

Auszüge aus einem selbst verfassten Tagebuch präsentierten zudem Beli Ahmad, Paula Neu, Emilia Hahn und Phyllis Göbel. Darin thematisierten sie das Problem häuslicher Gewalt und zeichneten die Entwicklung eines jungen Mädchens nach, das Gewalt mit Liebe gleichsetzt.

Für einen weiteren musikalischen Höhepunkt sorgte Sarah Leber, die auf dem Cello die bekannte Eurovisionsmelodie interpretierte. Im Anschluss daran folgte die feierliche Übergabe der Urkunden und Preise an alle Preisträgerinnen und Preisträger durch Schulleiter Fröhlich. Eine besondere Würdigung erfahren die Bundespreisträger und -preisträgerinnen, die ihre Auszeichnungen im Rahmen des Hessentages in Fulda erhalten werden.

Den gelungenen Abschluss der Veranstaltung gestaltete ein Teil der WU-Kurse „Wir sind Europa“ der Tilemannschule mit einer bewegenden Darbietung von „Freude, schöner Götterfunken“. Der gemeinsame Gesang unterstrich eindrucksvoll den europäischen Gedanken der Gemeinschaft. Der andere Kursteil stellte mit viel Engagement ein selbstgemachtes Buffet zusammen, das im Anschluss zum Verweilen und Austausch einlud.

Die Preisverleihung erwies sich insgesamt als feierliche und rundum gelungene Veranstaltung, die das Engagement der Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise würdigte. Ein großer Dank gilt Judith Zerbe für die Organisation dieser gelungenen Veranstaltung.

Verwandte – Unterhaltsame Theateraufführung an unserer Schule

Die diesjährige Aufführung der Theater-AG am 29. Und 30. Mai war ein voller Erfolg. Das Stück rund um die Figur Erika Blankenburg bot dem Publikum einen unterhaltsamen und zugleich vielschichtigen Theaterabend mit den lieben Verwandten.

Im Zentrum der Handlung steht Erika Blankenburg, die nach Jahren in Amerika als wohlhabende Frau nach Deutschland zurückkehrt. Mit einem ungewöhnlichen Plan sucht sie ihre Verwandten auf: Verkleidet als Haushälterin tritt sie unerkannt in ihr eigenes familiäres Umfeld ein, um die Familienmitglieder genau zu beobachten. Dabei treten nach und nach deren Charaktereigenschaften, Schwächen und wahren Absichten zutage. Aber ist immer alles, wie es scheint?

Diese spannende Grundidee wurde von den Schülerinnen und Schülern eindrucksvoll auf die Bühne gebracht. Mit großem schauspielerischem Können, überzeugender Darstellung und viel Spielfreude gelang es ihnen, die Handlung lebendig und abwechslungsreich umzusetzen.

Das Stück überzeugte durch seine kurzweilige Inszenierung und eine gelungene Mischung aus Humor und nachdenklichen Momenten. Die Texte der passend dargestellten Charaktere sorgten für zahlreiche Lacher und regten gleichzeitig zum Nachdenken an.

Insgesamt bot die Aufführung einen abwechslungsreichen Theaterabend der beim Publikum großen Anklang fand.

Ein herzlicher Dank gilt allen Mitwirkenden auf und hinter der Bühne und besonders dem Leiter Thorsten Tobor für ihr Engagement und diese gelungene Aufführung.

Wir freuen uns bereits auf das nächste Projekt der Theater-AG!

5G4 besucht die THM Gießen: 3D-Scannen und CAD hautnah erleben

Am 28. Mai 2026 machte sich die Klasse 5G4 mit dem Bus auf den Weg von Limburg nach Gießen. Ziel war die Technische Hochschule Mittelhessen (THM), die im Rahmen der MINTmit-Aktionstage 2026 den Workshop „3D-Scannen und Rekonstruktion mit CAD-Werkzeugen“ anbot.

Nach der Ankunft am Fachbereich Maschinenbau erhielten die Schülerinnen und Schüler zunächst einen Einblick in die Welt des 3D-Scannens. Besonders begeistert waren viele davon, dass sie nicht nur zuschauen, sondern selbst aktiv werden konnten. Mit einem Handscanner wurden sogar einige Klassenkameradinnen digital erfasst, sodass die Klasse direkt erleben konnte, wie aus realen Personen und Gegenständen digitale 3D-Modelle entstehen. Anschließend lernten die Schülerinnen und Schüler, wie die erfassten Daten weiterverarbeitet werden und wie am Computer eigene Modelle konstruiert werden können.

Ein besonderes Highlight war dabei der Druck eines zuvor erstellten Klemmbausteinmodells. Die Klasse erhielt einen Einblick in den gesamten Prozess – vom Modell über das sogenannte „Slicen“ bis hin zum eigentlichen 3D-Druck. Fasziniert verfolgten die Schülerinnen und Schüler, wie der 3D-Drucker Schicht für Schicht aus dem digitalen Modell ein echtes Objekt entstehen ließ. Dass am Ende sogar alle einen gedruckten Klemmbaustein als Erinnerung mit nach Hause nehmen durften, sorgte für zusätzliche Begeisterung.

Nach vielen spannenden Eindrücken und neuen Erfahrungen trat die 5G4 am Nachmittag die Rückfahrt nach Limburg an. Die Klasse 5G4 bedankt sich herzlich beim Team der THM Gießen für die interessante Gestaltung des Workshops und die freundliche Betreuung vor Ort.

„Let’s get loud“ – Sommerkonzert der Tilemannschule begeistert in der Stadthalle

Am 10. Juni 2026 verwandelte sich die Stadthalle in Limburg in einen Ort voller Musik, Energie und sommerlicher Stimmung: Die Tilemannschule lud zu ihrem traditionellen Sommerkonzert ein und präsentierte ein abwechslungsreiches Programm ihrer Musikensembles.

Minisinfoniker – Foto: Fotostudio Karl


Den Auftakt gestalteten die Minisinfoniker, in diesem Jahr mit der beeindruckenden Anzahl von 107 Musikerinnen und Musikern, unter der Leitung von Anke Bartel. Mit dem Klassiker „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ stimmten sie das Publikum ein. Besonders bemerkenswert: In diesem Ensemble musizieren auch Schülerinnen und Schüler, die ihr Instrument erst seit diesem Schuljahr erlernen. Mit einem mitreißenden Arrangement aus „Fluch der Karibik“ bewiesen sie eindrucksvoll ihr Können.

Juniorvoices – Foto: J. Bergmann

Anschließend betraten die Junior-Voices die Bühne. Die erkrankte Leiterin Claudia Kim wurde souverän von Carina Philipps vertreten. Mit Stücken wie „Take me home, country roads“ luden sie das Publikum zum leisen Mitsingen ein. Ein Höhepunkt war „Ocean Eyes“ von Billie Eilish, das durch präzise Rhythmik und gelungene Soli von Lea Schaub, Lea Schneider und Frieda Laßmann überzeugte.

Bigband – Foto: Fotostudio Karl
Bigband – Foto: J. Bergmann


Den Abschluss des ersten Konzertteils bildete die Big Band unter der Leitung von Carina Philipps, die erst am Wochenende zuvor beim Wettbewerb „Jugend jazzt“ einen ersten Preis erzielt hatte. Die Begeisterung im Saal war spürbar: Bei „Out of the Doghouse“ würdigte das Publikum die Soli von Noah Bracic (Altsaxophon), Elias Schulte (Bassposaune) und Maximilian Brand (Trompete) mit Zwischenapplaus. Jana Gebhardt überzeugte bei „Do Nothing ’Till You Hear Me“ mit gefühlvollem Gesang, während Jakob Simon (Posaune) in „Meeting Time“ glänzte. Beim abschließenden „Fever“ beeindruckte Klara Bollendorf mit ihrem großen Stimmumfang.

Sextanerchor – Foto: Fotostudio Karl


Der zweite Teil wurde vom Sextanerchor unter der Leitung von Jutta DeBruin eröffnet. Mit „Bonse Aba“ und „Shake the Papaya Down“ verbreiteten sie sommerliche Urlaubsstimmung. Für besondere Heiterkeit sorgte das Stück „Das Känguru“, bei dem auch schauspielerisches Talent gefragt war.

Tilevoices – Foto: Fotostudio Karl

Die Tile-Voices – ebenfalls unter der Leitung von Claudia Kim und vertreten durch Carina Philipps – zeigten anschließend ihre musikalische Vielseitigkeit. Neben sphärischen Klängen wie „Adiemus“ überzeugten sie mit einer rhythmisch präzisen A-cappella-Version von „Smells Like Teen Spirit“. Besonders emotional wurde es bei einem eigens umgetexteten Stück, mit dem sich die Sängerinnen und Sänger von den scheidenden Abiturientinnen und Abiturienten verabschiedeten und die darin die schöne und besondere Schulzeit an der Tilemannschule Revue passieren ließ.

Sinfonieorchester – Foto: Fotostudio Karl

Zum großen Finale füllte das Sinfonieorchester unter der Leitung von Anke Bartel die Bühne. Mit „Let’s Get Loud“ griff es die sommerliche Stimmung erneut auf und begeisterte mit lateinamerikanischen Rhythmen. Den krönenden Abschluss bildete ein Medley aus „Das Phantom der Oper“, das die beeindruckende dynamische Bandbreite des Orchesters unter Beweis stellte.
Charmant und souverän führten Joel Stambke und Martha Hörl durch den Abend. Schulleiter Dr. Holger Fröhlich, der selbst die Chöre am Klavier begleitete, dankte den engagierten Musiklehrkräften Carina Philipps, Anke Bartel, Jutta DeBruin und Claudia Kim für ihren Einsatz. Ebenso richtete er seinen Dank an die Geschäftsführerin der Stadthalle, Frau Herold, für die Unterstützung. Das Sommerkonzert in diesem besonderen Rahmen sei ein Highlight, auf das die Tilemannschule zu Recht stolz sein könne.

Märchenhaft

Märchenfiguren auf Abwegen – AG Darstellendes Spiel der Tilemannschule führte im März Rabea Conrads „Märchen.haft“ auf.

Der böse Wolf hat die Schnauze voll. Mit Rotkäppchen läuft zunächst alles wie gewohnt und nach Plan der Brüder Grimm, jedoch meldet sich beim tierischen Lieblingsfressfeind naiver Dorfschönheiten aus heiterem Himmel die Midlifecrisis. Er hat weder Appetit auf Rotkäppchens Oma, die nach altem Lederschuh schmeckt, noch darauf, das ewige Stereotyp des Bösewichts mit haarigem und bissigem Leben zu füllen. Kurzerhand jagt der Wolf (Lev Kaptelinin) Rotkäppchen (Julie Mrochen) zum Teufel, und wie auf das Stichwort trifft er diesen kurz darauf. Auch der Teufel (Simon Kubala) hat so sein Päckchen zu tragen, ihn nervt seine Großmutter, die ihm seine drei goldenen Haare unrechtmäßig vorenthält, um die Weltherrschaft an sich reißen zu können. Teufel und Wolf in ihrem Frust sind leichte Beute für das hinterhältige Rumpelstilzchen (Tim Stibane), das sie für seinen ganz eigenen Traum von der Macht für sich gewinnen will. Selbstverständlich treten in dieser rasanten Dekonstruktion altbekannter Sachverhalte noch viele weitere Märchenfiguren auf. An alle diese wohlbekannten Verkörperungen charakterlicher Eigenschaften hat das Publikum vorgefasste Erwartungen, wie sie sich laut Skript der Brüder Grimm zu verhalten haben. Wird die Erwartung erfüllt? Spoiler: Am Schluss landen alle außer Teufels Oma und Sterntaler im Verlies. „Märchen.haft“, ein Theaterstück in drei Akten und 24 Szenen erfährt seine zweite Aufführung durch die AG Darstellendes Spiel ,nachdem es schon einmal 2013 auf dem Spielplan der Schülerinnen und Schüler stand. Rabea Conrad, die Autorin des Stücks und ehemalige Tilemannschülerin, nimmt die beim Publikum quasi automatisch und „auf Sicht“ eingestellten Voreingenommenheiten und schüttelt sie kräftig durch – die Böse Königin (Selina Baer), die Stiefmutter (Viktoria Schäfer), die Hexe (Luise Weinland), Aschenputtels Stiefschwester (Jana Gebhardt) und Pechmarie (Ayleen Knödler) lästern ausgiebig über ihre guten Antagonistinnen und irgendwie wirken sie dabei sehr reflektiert, wohingegen die Good Girls Schneewittchen (Emilia Biedert), Goldmarie (Louise Hingott) und Aschenputtel (Elisa Kirchner) eher wie  motzige Gören aus Germany’s Next Topmodel nach nicht erhaltenem Foto rüberkommen. Froschkönig (Noah Kossek) und Esel (Leonard Elias) bereichern mit einer guten Portion tierischem Dadaismus und wer bei Hänsel und Gretel (Lia Kurzius und Clarissa Haubrich) an Bonnie und Clyde denkt, liegt nicht ganz falsch. Der liebeskrank-verpeilte Prinz (Leon Kurzius), das großmäulige tapfere Schneiderlein (Joel Stambke) und der eilfertige Hans im Glück (Katharina Lange) arbeiten alle mehr oder weniger willfährig Teufels Großmutter (Nele Biedert) zu, die plant, in einer Welt ohne Märchen, ohne Stereotype und vermutlich ohne Fantasie, die Alleinherrscherin zu sein. Um dies zu erreichen, schickt sie nach und nach alle, die sich ihrem Plan widersetzen, ins Verlies und erst an diesem trostlosen Ort ist es überraschenderweise Sterntaler (Audrey Ray Swillus), die märchenhafte Realität und Gegebenheiten zurechtrückt und vor allem den völlig verwirrten Märchengestalten wieder Orientierung gibt. „Macht macht nicht groß, sie macht einsam“, sagt Sterntaler, vor allem wenn alle Beherrschten irgendwann eingesperrt sind. Eine Erkenntnis, die heute nicht aktueller sein könnte in einer Welt, in der autoritäre Greise Allmachtsfantasien pflegen – „Eine Großmutter als Weltherrscherin, das hat man noch nie gesehen!“ Spricht des Teufels Großmutter und das Publikum schüttelt wissend um die Ironie dieser Aussage den Kopf. Die Stimme aus dem Off (Fiona Kossek), die Märchenerzählerin sozusagen, entlässt das Publikum schlussendlich jedoch beruhigt, den Märchenfiguren geht es gut, und sie werden lernen klarzukommen in einer Welt, in der jeder so sein darf, wie er ist und niemand versucht, jemanden zu fressen.

Rabea Conrads „Märchen.Haft“, von der AG Darstellendes Spiel unter Leitung von Claudia Kim zur Aufführung gebracht, ist das diesjährige Gesamtkunstwerk von Schülerinnen und Schülern der Klassen 7 bis 13. Nicht nur das Einstudieren der Rollen, die vielen Proben, die Organisation von Einlass und Pausenbewirtung sowie alles, was zu einer Theateraufführung gehört, sondern auch die gesamte Bühnentechnik wird von den Schülerinnen und Schülern nebst dem ein oder anderen Ehemaligen selbst gestemmt. Dass bei aller Ernsthaftigkeit und Aktualität der Thematik auch der Spaß am Theaterspielen und Theatermachen nicht zu kurz kommt merkt man allen Beteiligten durchweg an.

Text + Foto: Luise Kreckel

Traurige Märchenfiguren im Verlies.

Vollsperrung der K470 in Limburg Staffel – Behinderungen des Buslinienverkehrs ab 29.05.2026

Die Verkehrsgesellschaft Lahn-Dill-Weil mbH (VLDW) informiert: Wegen eines Ersatzbrückenbaus ist die K470 zwischen Limburg und Limburg Staffel vom 29.05. bis einschließlich 07.09.2026 voll gesperrt.

Die Sperrung führt zu Einschränkungen des Buslinienverkehrs, der Staffel nicht wie gewohnt durchfahren kann. Die Linie 281 kann nur die beiden Haltestellen Staffel „Buderus“ und „Ost“ an der B8 bedienen. In Fahrtrichtung Limburg wird ersatzweise noch an der Haltestelle „B49/Neue Lahnbrücke“ gehalten. Die Haltestellen Staffel „Diezer Straße“ und „Limburger Weg“ sowie in Limburg die Haltestelle „Ste.-Foy-Straße“ kann die Linie 281 nicht bedienen. Nur einzelne für den Schülerverkehr relevante Fahrten fahren die Haltestelle Staffel „Koblenzer Straße“ an.

Weitere Informationen zu Fahrplänen und Tarifen erhalten Sie auch in der Mobilitätszentrale der Verkehrsgesellschaft Lahn-Dill-Weil im Bahnhof Weilburg unter Telefon (06471) 912980 oder unter www.vldw.de .

„Wir sind Europa!“ – Europa-Aktionstag am 5. Mai

Am 5. Mai fand an der Tilemannschule ein besonderer Europa-Aktionstag statt. Die WU-Gruppen der Jahrgangsstufen 9 und 10 mit dem Thema „Wir sind Europa“ gestalteten einen abwechslungsreichen und spannenden Vormittag für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 6.

Die verschiedenen Stationen wurden im Vorfeld im Unterricht mit großem Engagement vorbereitet und boten eine vielfältige Auswahl an kreativen sowie interaktiven Aktivitäten. So konnten die Sechstklässler unter anderem einen Europa-Escape Room lösen, an einer Verbrecherjagd durch Skandinavien teilnehmen, ihr Wissen in einem Europa-Quiz unter Beweis stellen oder sich an Mal- und Bastelstationen kreativ ausprobieren.

In Kleingruppen durchliefen die jüngeren Schülerinnen und Schüler die Stationen und setzten sich dabei auf spielerische Weise mit Europa auseinander. Neben dem inhaltlichen Lernen standen vor allem Teamarbeit, Entdecken und Ausprobieren im Mittelpunkt. Zum Abschluss des Vormittags wurden die Gruppen für ihre Teilnahme mit einem kleinen Preis belohnt.

Die Schülerinnen und Schüler der höheren Jahrgangsstufen überzeugten bei der Vorbereitung und Durchführung durch Kreativität, Einsatzbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein. Der Aktionstag machte nicht nur Freude, sondern vermittelte zugleich wichtige europäische Werte und stärkte das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Schulgemeinde.

Ein besonderer Dank gilt Frau Zerbe, Frau Eirich und Frau Martin für die Planung und Organisation sowie allen beteiligten Schülerinnen und Schülern, die mit ihrem Engagement zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben.

Innenminister Roman Poseck erlebt Europa an der Tilemannschule

Ein besonderer Tag für die Tilemannschule: Am 27. April 2026 durften wir im Rahmen des EU-Projekttages den hessischen Innenminister Roman Poseck an unserer Schule begrüßen. Ziel des bundesweiten Aktionstages ist es, Schülerinnen und Schülern die Europäische Union nicht nur theoretisch näherzubringen, sondern sie vor allem durch persönliche Begegnungen und den Austausch über gemeinsame Werte erlebbar zu machen.

Begleitet wurde der Minister von Landrat Michael Köberle, Bürgermeister Dr. Marius Hahn sowie Dirk Fredl als Vertreter des Staatlichen Schulamtes. Gemeinsam nahmen sich die Gäste Zeit, unsere Europa-Aktivitäten kennenzulernen und mit den Schülerinnen und Schülern ins Gespräch zu kommen.

Im Mittelpunkt standen die beiden WU-Gruppen „Wir sind Europa“ der Jahrgangsstufen 9 und 10. Mit viel Engagement präsentierten die Lernenden ihre Projekte für den Europatag am 5. Mai, den sie gemeinsam mit den 6. Klassen gestalten werden. Die Ideen sind vielfältig und kreativ: ein Escape Room rund um Europa, eine Verbrecherjagd durch Skandinavien sowie eine EU-Variante des Spiels „Twister“. Besonders gut kam an, dass Minister Poseck die Stationen selbst ausprobierte – das sorgte für eine lockere Atmosphäre und viele direkte Gespräche.

Auch Beiträge zum Europäischen Wettbewerb sowie die Bewerbung als „Botschafterschule des Europäischen Parlaments“ wurden vorgestellt. Ein Kunstwerk zum Thema „Die Gedanken sind frei“ beeindruckte dabei besonders, da es die Rolle der Europäischen Union im Spannungsfeld globaler Medien kreativ aufgreift.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Vorstellung unserer Schule als Erasmus+-Standort. Schülerinnen berichteten von Austauschprojekten mit Partnerschulen zum Beispiel in Finnland, Belgien und Spanien und zeigten, wie Europa durch persönliche Begegnungen ganz konkret erlebbar wird.

Den Abschluss bildete ein bewegender Poetry Slam mit der eindringlichen Botschaft: „Wir alle haben ein Recht auf Leben.“

„Ich bin beeindruckt und begeistert, wie sich die Schülerinnen und Schüler hier für Europa engagieren“, betonte Minister Poseck.

Auch Schulleiter Dr. Fröhlich zeigte sich dankbar für das große Engagement aller Beteiligten. Der Besuch hat einmal mehr deutlich gemacht: Europa ist an der Tilemannschule nicht nur ein Thema im Unterricht – sondern Teil unseres Schullebens.

Tilemann-Schüler entdecken MINT- Welten

Eine Woche lang wurde es an der Tilemannschule Limburg besonders futuristisch: Der „TouchTomorrow-Truck“ machte Station auf dem Schulgelände und bot Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 8 bis 12 spannende Einblicke in die Welt der MINT-Berufe – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Initiiert durch das Engagement der Schule konnten die Jugendlichen moderne Technologien hautnah erleben und selbst ausprobieren. Ziel des Projekts der Dr. Hans Riegel-Stiftung in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit (BA) ist es, frühzeitig Interesse für naturwissenschaftlich-technische Berufsfelder zu wecken und berufliche Perspektiven aufzuzeigen. Im Inneren des Trucks warteten zahlreiche interaktive Stationen: Mit Gedanken gesteuerte Prozesse, selbst programmierte Roboter, virtuelle Konstruktionen mit Smart Glasses, Kugeln in einer Vakuumröhre auf 1.300 Stundenkilometer beschleunigen oder unter dem Motto „Strom smart steuern“ ein Energiemanagement aufbauen – die Mischung aus Experimentieren und digitaler Innovation kam bei den Schülerinnen und Schülern bestens an. 

Fachbereichsleiterin teilt Begeisterung ihrer Schüler
Begleitet wurden die Jugendlichen von sogenannten MINT-Coaches – jungen Naturwissenschaftlern, die nicht nur fachlich versiert sind, sondern auch pädagogisch geschult. Sie unterstützten beim Ausprobieren, erklärten Hintergründe und gaben Einblicke in ihren eigenen Werdegang. „Die Begeisterung der Schülerinnen und Schüler war deutlich spürbar. Viele waren überrascht, wie vielfältig und spannend naturwissenschaftliche Berufe tatsächlich sind. Der Truck hat ihnen ganz neue Perspektiven eröffnet“, betont Martina Fredl, Fachbereichsleiterin für die Naturwissenschaften an der Tilemannschule Limburg. Während die jüngeren Jahrgänge spielerisch an die Aufgaben herangingen, zeigten sich die älteren Schülerinnen und Schüler analytischer – das Interesse am praktischen Erleben blieb jedoch bei allen gleich groß. Auf einem Chip konnten sich die Teilnehmenden die individuellen Informationen ihres Besuchs und weiterführende Quellen speichern.
Auch die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Limburg begleitete das Projekt und stand für Fragen rund um Ausbildung und Studium im MINT-Bereich zur Verfügung. „Solche Formate sind enorm wertvoll, weil sie jungen Menschen praxisnah zeigen, welche Chancen ihnen offenstehen. Gerade im MINT-Bereich gibt es hervorragende berufliche Perspektiven und zudem viele innovative Berufsbilder, die hier greifbar werden“, erklärt Dr. Juliane Mohrland, Teamleiterin der Berufsberatung Limburg. Am Ende der Woche bleibt vor allem eines: Neugier auf die Zukunft – und vielleicht bei einigen schon eine konkrete Idee für den eigenen beruflichen Weg.