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Einblicke in Politik und Geschichte: PoWi-Leistungskurse erkunden Berlin

Vom 15. bis 17. März 2026 unternahmen unsere beiden PoWi-Leistungskurse der Q2 eine spannende und politisch interessante Fahrt in die Hauptstadt. Auf dem Programm standen die bekanntesten historischen und politischen Stationen Berlins – ein ideales Umfeld, um Politikunterricht hautnah zu erleben.

Ein besonderes Highlight war die Teilnahme an einer Plenarsitzung des Deutschen Bundestages. Im Anschluss daran erhielten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit zu einem ausführlichen Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Klaus-Peter Willsch (CDU), auf dessen Einladung diese Exkursion stattfand. Die Diskussion bot wertvolle Einblicke in aktuelle politische Debatten und den Arbeitsalltag eines Abgeordneten.

Darüber hinaus setzten sich die Kurse intensiv mit der deutsch-deutschen Geschichte auseinander. Ein Besuch der Gedenkstätte des ehemaligen Stasi-Gefängnisses Hohenschönhausen vermittelte eindrucksvoll, wie das Ministerium für Staatssicherheit politische Gegner verfolgte und inhaftierte. Die Begegnung mit diesem historischen Ort hinterließ bei vielen einen nachhaltigen Eindruck.

Ein herzlicher Dank gilt Frau Rosenstiel-Stahl und Herrn Morawietz, die die Fahrt organisiert und begleitet haben.

Die Schulleitung ist wieder vollständig – wir begrüßen unseren neuen Studienleiter Georg Wiese

Seit Beginn des zweiten Halbjahres ist das Schulleitungsteam der Tilemannschule wieder vollständig: Georg Wiese übernimmt die Aufgaben des Studienleiters und damit die Organisation unserer Oberstufe. Zuvor war er an der Wilhelm-Knapp-Schule in Weilburg sowie an der Weiltalschule in Weilmünster in vergleichbaren Bereichen tätig und bringt somit wertvolle Erfahrung in der schulischen Organisation und Unterrichtsplanung mit.

Herr Wiese freut sich auf seine neuen Aufgaben an der Tilemannschule und auf die Zusammenarbeit mit Kollegium, Schülerschaft und Eltern. Die Schulgemeinde heißt ihn herzlich willkommen.

Internationaler Besuch im Europa-Unterricht

Im Rahmen des Projekts „Europa macht Schule“ durfte der Wahlunterricht „Wir sind Europa“ (WU, Jahrgang 10, Frau Eirich) an unserer Schule besonderen Besuch begrüßen. Eine internationale Studentin aus der Türkei, die derzeit ein Semester in Frankfurt verbringt und neben ihrem Masterstudium auch an einer Schule in der Türkei unterrichtet, gestaltete an zwei aufeinanderfolgenden Dienstagen Unterrichtseinheiten mit den Schülerinnen und Schülern.

Im Mittelpunkt des ersten Treffens stand das Thema Kultur und Identität. Gemeinsam wurde darüber gesprochen, welche Rituale und Gewohnheiten in verschiedenen Kulturen selbstverständlich sind – etwa das Ausziehen der Schuhe im Haus oder gemeinsame Mahlzeiten auf dem Boden. Anschließend erhielten die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in die Türkei. Dabei ging es unter anderem um Fragen wie: Wie stellen wir uns die Türkei vor? Welche Klischees gibt es? Wofür ist das Land bekannt?

In einem kreativen Arbeitsauftrag gestalteten die Schülerinnen und Schüler ihre eigene „Cultural Flower“, in der sie ihre persönliche kulturelle Identität darstellten. Anschließend wurden Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Gruppe besprochen. Darüber hinaus setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit ihrer eigenen Vorstellung von Europa auseinander.

Der Austausch fand vollständig auf Englisch statt. Die Schülerinnen und Schüler meisterten diese Herausforderung mit Bravour und zeigten großes Interesse an den Impulsen der internationalen Studentin. Der Besuch bot ihnen die Gelegenheit, Europa und kulturelle Vielfalt einmal aus einer persönlichen Perspektive kennenzulernen – ganz im Sinne des Projekts „Europa macht Schule“.

Großer Erfolg beim Teamwettbewerb Französisch für die Jahrgangsstufe 6

Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 6g1 und 6g2 mit erster Fremdsprache Französisch haben beim diesjährigen Internet‑Teamwettbewerb einen herausragenden Erfolg erzielt: In der Kategorie A1 belegten sie hessenweit den 2. Platz unter insgesamt 45 teilnehmenden Lerngruppen.

Der Wettbewerb wird jährlich vom Institut Français anlässlich des Deutsch-Französischen Tages am 22. Januar ausgerichtet. Ziel ist es, Teamarbeit, die Begeisterung für die französische Sprache sowie digitale Kompetenzen zu fördern. In acht abwechslungsreichen Themenbereichen stellten die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen unter Beweis. Dabei bearbeiteten sie sowohl Rechercheaufträge als auch Aufgaben mit Audio- und Videoelementen.

Der Wettbewerb bietet eine motivierende Gelegenheit, Sprache lebendig und digital zu erleben. Mit großer Konzentration, Engagement und ausgeprägtem Teamgeist gelang der Lerngruppe der Jahrgangsstufe 6 ein bemerkenswerter Erfolg, auf den die Schulgemeinde sehr stolz ist.

Zwischen Radikalisierung und Neuanfang: Jahrgangsstufe 10 im Austausch mit einem Aussteiger aus der rechtsextremen Szene

Am 6. Februar 2026 war der ehemalige Neonazi und heutige Extremismus-Präventionsreferent Axel Reitz zu Gast an unserer Schule und sprach vor der Jahrgangsstufe 10.

Reitz, Jahrgang 1983, war über Jahre eine zentrale Figur der deutschen Neonaziszene und bundesweit bekannt. Bereits als Jugendlicher rutschte er in extremistische Strukturen, entwickelte sich zum Kader und Propagandisten und verbüßte nach juristischen Konflikten eine Haftstrafe wegen Volksverhetzung. 2012 erklärte er öffentlich seinen Ausstieg aus der Szene. Seither engagiert er sich in der Extremismusprävention, arbeitet mit staatlichen und kirchlichen Initiativen zusammen und unterstützt Ausstiegswillige auf ihrem Weg zurück in die demokratische Gesellschaft. Dafür arbeitet er mit dem Verein „Extremislos e.V“ zusammen.

In seinem Vortrag schilderte er eindrücklich, wie Radikalisierung funktioniert, welche Dynamiken und Mechanismen innerhalb der Szene wirken und welche persönlichen Abgründe damit verbunden sind. Besonders erschütternd wirkten Bilddokumente aus seiner Vergangenheit – Aufnahmen aus rechtsextremen Parteiversammlungen, von Demonstrationen und aus dem Umfeld nationalsozialistischer Symbolik.

In der anschließenden Fragerunde zeigte sich, wie intensiv sich die Zehntklässlerinnen und Zehntklässler mit dem Thema auseinandergesetzt hatten. Die Zeit reichte kaum aus, um alle Fragen zu beantworten. Mit großer Aufmerksamkeit, Ernsthaftigkeit und spürbarer Betroffenheit fragten sie nach persönlicher Verantwortung, nach Schuld, nach heutigen Kontakten zu früheren Weggefährten und nach den Lehren aus dieser Biografie.

Die Veranstaltung hinterließ einen nachhaltigen Eindruck und stellte einen wichtigen Beitrag zur politischen Bildung an unserer Schule dar.

Nina Eirich

„Vorsichtig giftig!“ – Workshop zur IJSO 2026 – ein Erfahrungsbericht

Über die Teilnahme an der Aufgabenrunde der Internationalen Junior Science Olympiade und der Durchführung eines Workshops konnten sich wieder einige Schülerinnen und Schüler der Klasse 9 freuen.


Zu dem Workshop machten sich die die 12 Schülerinnen und Schüler vom 22. bis zum 23. Januar in die Jugendherberge Limburg, in Begleitung von Frau Fredl und Herrn Roßbach, auf den Weg. Das diesjährige Thema war „Vorsicht giftig!“ und enthielt lauter spannende Aufgaben aus allen Bereichen der Naturwissenschaft. Dem Aufenthalt in der Jugendherberge war ein Langzeitexperiment vorangestellt, bei dem man die Auswirkungen von Salz auf das Wachstum und die Entwicklung von Pflanzen beobachten konnte. Tatsächlich waren die Kressesamen, die mit einer hochkonzentrierten Salzlösung gegossen worden waren, deutlich schlechter gewachsen, als die, die ohne Salz gegossen worden waren. In der Jugendherberge wurde in kleinen Gruppen gearbeitet.
Das Arbeitsmaterial und die digitalen Endgeräte waren uns von der Schule zur Verfügung gestellt worden. Da wir natürlich nicht mit hochgiftigen Stoffen experimentieren durften, waren unsere Experimente auf einfachere Stoffe, wie Salz oder Vitaminpulver bezogen. Wir erforschten, zum Beispiel mithilfe von Karotten, Öl und Wasser, die Wirkung und Löslichkeit von Vitaminen und arbeiteten mit einer selbstgebauten Schleuder, um die Flugbahn eines Geschosses zu tracken. Neben der Arbeit an unseren Aufgaben durften wir aber auch spazieren gehen und zum nächstgelegenen Supermarkt laufen, um uns mit Snacks einzudecken. Am Abend nach dem Essen trafen sich alle, um gemeinsam Spiele zu spielen, also wurden die Handys einmal bei Seite gelegt und Gesellschaftsspiele wie „Mensch-ärgere- dich-nicht“ und „Können Schweine fliegen?“ wiederentdeckt und teilweise bis tief in die Nacht gespielt. Am nächsten Morgen durften dann die Aufgaben fertiggestellt werden.


Insgesamt war die Zeit sehr gelungen, einige neue Kontakte wurden über die Klassen hinaus geknüpft und es konnten eine Vielzahl neuer Erkenntnisse im naturwissenschaftlichen Bereich erlangt werden.

Charlotte Theuke

130 Geschenketüten für die Spendenaktion „Weihnachtszauber“

Bereits zum vierten Mal beteiligten sich in diesem Jahr die Fachgruppen Religion und Ethik an der Spendenaktion „Weihnachtszauber“ des Bistums Limburg.

Schülerinnen und Schüler aller Jahrgänge sowie ihre Eltern zeigten wieder einmal große Hilfsbereitschaft und Großzügigkeit. Über 130 Geschenketüten wurden diesmal gesammelt und am vergangenen Mittwoch von den Lehrkräften und Schülern der SV zur zentralen Sammelstelle in die Jugendkirche Crossover gebracht. Von dort werden sie über die Caritas und die Diakonie sowie die Tafel an bedürftige Familien und ihre Kinder verteilt.

So dürfen sich nun Kinder und Jugendliche je nach Alter zu Weihnachten über ein Spielzeug, Malsachen oder einen Drogeriegutschein als kleines Geschenk freuen.

Herzlichen Dank an alle, die mitgemacht haben!

Katharina Stumbeck

Traditionelles Adventskonzert der Tilemannschule als wahrer Konzertgenuss

Am 11. Dezember 2025 fand im Hohen Dom zu Limburg das traditionelle Adventskonzert der Tilemannschule statt und begeisterte zahlreiche Besucherinnen und Besucher im voll besetzten Dom. Pünktlich um 19.00 Uhr eröffneten die Tilebrass unter der Leitung von Carina Philipps den musikalischen Abend mit einer festlichen Einleitung und schufen damit den würdigen Rahmen für das abwechslungsreiche zweistündige Programm.

Nach den Begrüßungsworten des Schulleiters Dr. Holger Fröhlich trat der Sextanerchor unter der Leitung von Jutta de Bruin auf und überzeugte mit klaren Stimmen und adventlicher, kindlicher Vorfreude auf das nahestehende Fest. Es folgten die Mini-Sinfoniker unter der Leitung von Anke Bartel. Für viele der jungen Musikerinnen und Musiker war es der erste Auftritt vor einem so großen Publikum – umso beeindruckender war es, wie sicher sie ihre Instrumente präsentierten, die sie erst seit September erlernen.

Mit großer Gesangfreude, Präzision und bemerkenswertem musikalischem Miteinander begeisterten anschließend die Juniorvoices and Friends unter der Leitung von Claudia Kim das Publikum. Auch die Tiledamen, ein Chor bestehend aus Schülerinnen und Lehrerinnen, reihten sich gesanglich auf hohem Niveau ein und untermalten mit ihren Stimmen eindrucksvoll die besondere Atmosphäre des Limburger Doms.

Ein erwarteter Programmpunkt des Abends war das gemeinsame Singen von „Nun freut euch, ihr Christen“, bei dem das Publikum zusammen mit der Orgel, gespielt von Carsten Igelbrink, sowie dem Sinfonieorchester unter der Leitung von Anke Bartel musizierte. Nach diesem stimmungsvollen Intermezzo präsentierte die Klasse mit Musikprofil ein modernes Weihnachtslieder-Medley. Hierbei konnten die Zuhörenden sichtlich die Freude am Singen in den Gesichtern der Nachwuchsmusikerinnen und -musiker ablesen.

Im weiteren Verlauf zeigten die Tilevoices unter der Leitung von Claudia Kim ihr hohes musikalisches Niveau mit präziser Intonation und fein abgestimmten Stimmfarben. Ebenso glänzte das Sinfonieorchester mit Raffinesse und großem Können. Die Stücke „Once in Royal David’s City“ sowie „The Bells of Christmas“ eröffneten neue Einblicke in das Können des Orchesters und bestachen durch ein Wechsel der Tempi und Stimmungen. Beim gemeinsamen Schlusslied „O du fröhliche“ stimmten noch einmal alle Mitwirkenden und Zuhörenden feierlich ein und sogen die Stimmung auf.

Den besinnlichen Abschluss gestaltete der Minichor unter der Leitung von Claudia Kim und dieser entließ das Publikum in eine ruhige, adventliche Atmosphäre. Unter tosendem Applaus dankten die schulischen Gremien allen Mitwirkenden, insbesondere den engagierten Musiklehrkräften, für diesen besonderen Abend.

Wie in jedem Jahr kommen die Spenden des Konzerts sowohl der musikalischen Arbeit der Tilemannschule als auch den Patenkindern in Äthiopien und Mauretanien zugute – ein Zeichen gelebter Solidarität, das den Adventsgedanken auf besondere Weise widerspiegelt.

Foto: Fotostudio Karl

Weitere Konzertfotos vom Fotostudio Karl

Foto: C. Michels
Foto: C. Michels
Foto: C. Michels
Foto: C. Michels
Foto: C. Michels
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Foto: C. Michels
Foto: C. Michels
Foto: C. Michels
Foto: C. Michels
Foto: Fotostudio Karl
Foto: Fotostudio Karl
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Dr. Holger Fröhlich offiziell zum Schulleiter der Tilemannschule ernannt

Feierliche Beauftragung am 19. November 2025 in der Aula der Tilemannschule Limburg

In einer festlichen Zeremonie in der Aula der Tilemannschule Limburg wurde am Mittwoch, dem 19. November 2025, Dr. Holger Fröhlich endgültig zum Schulleiter bestellt. Zahlreiche Gäste aus Schulgemeinde, Verwaltung, Politik und Gesellschaft nahmen an der Veranstaltung teil, die durch musikalische Höhepunkte, herzliche Grußworte und spürbare Wertschätzung geprägt war.

Den stimmungsvollen Beginn sowie das musikalische Zwischenspiel übernahm die TileBigBand unter der Leitung von Carina Philipps, welche die Aula mit energiegeladenen Arrangements erfüllte. Die Schülerinnen und Schüler eröffneten somit nicht nur die Veranstaltung zur Beauftragung eines studierten und promovierten Musikers würdig, sondern boten dem Publikum gleichzeitig eine kleine Kostprobe für das anstehende Adventskonzert.

Den Auftakt der Grußworte gestaltete Silke Müller als stellvertretende Schulleiterin. Hierbei betonte sie, warum eine Leitungsaufgabe in einer Schule weit über das Organisieren hinausgeht: Man müsse Menschen führen, Diskussionen moderieren und anleiten, aber auch einmal laufen lassen. Wie in der Musik brauche es Zuhören, Feingefühl und das richtige Taktmaß, das der neue Schulleiter zum Glück mitbringe. Weiterhin hob sie seinen Humor, sein Organisationstalent, seine Geduld und sein Einfühlungsvermögen hervor – alles Qualitäten, die eine moderne Schulleitung auszeichneten und nicht nur im vergangenen Jahr unter Beweis gestellt wurden, sondern als zentrale Werte auch weiterhin die Führungsrolle charakterisieren werden.

Auch die weiteren Redner wie Christian Wendel, Mitglied des Hessischen Landtags, Elke-Lore Fehr, Kreisbeigeordnete, sowie Dr. Marius Hahn als Bürgermeister der Stadt Limburg bedienten sich musikalischer Vergleiche und Metaphern. So sei man sowohl in der Schule als auch in der Verwaltung erfreut gewesen, dass sich die kommissarische Leitung als reibungsloser Übergang organisieren ließ und sich eine geeignete Person der verantwortungsvollen Aufgabe der Leitung einer solch großen Schule stelle. So sei es auch wichtig, dass die eigene Familie hinter einer solchen Funktion stehe. Bringe man aber Herz, Leidenschaft und Klugheit wie Dr. Holger Fröhlich mit, dann bedeute Schule auch das Wecken von Neugier, das Stärken von Teamgeist und das Ermöglichen von Ideen, was einem täglich in der Funktion bestärke, so Elke-Lore Fehr.

Als Höhepunkt der Veranstaltung überreichte der Leitende Regierungsdirektor Michael Scholz als Leiter des Staatlichen Schulamts für den Lahn-Dill-Kreis und den Landkreis Limburg-Weilburg die Urkunde zur endgültigen Beauftragung. Er würdigte Dr. Holger Fröhlich als Führungspersönlichkeit, welche mit Erfahrung, Haltung und Charisma den richtigen Ton treffe. Nach einem Zitat des Jazzmusikers Charlie Parker müsse man alles über die Theorie wissen, aber doch im richtigen Moment nach Gehör entscheiden – genauso sehe er die Rolle des Schulleiters: Man müsse mit pädagogischem Gespür, Organisationstalent, Effizienz, Struktur, Ruhe, Kreativität, Menschlichkeit und gleichzeitig Flexibilität das Dirigat führen. Diese Fähigkeiten habe Fröhlich durch seine bisherigen beruflichen Stationen immer weiter geschult: angefangen als Referendar an der Tilemannschule von 2004 bis 2006 und zwölfjähriger Tätigkeit als Musik- und Mathematiklehrkraft, vertiefte Fröhlich mit seiner Promotion im Jahr 2011 an der Hochschule für Musik in Hamburg seine fachwissenschaftliche Expertise und erwarb innerhalb einer fünfjährigen Abordnung ans Gymnasialdezernat wichtige Kompetenzen in der Bildungsverwaltung. Somit war er als Planungs- und Organisationstalent mit seiner Zielklarheit und Professionalität die richtige Besetzung als Leiter der gymnasialen Oberstufe am Gymnasium Philippinum in Weilburg ab 2018. Nun – als Direktor der Tilemannschule – kehre er in neuer Funktion an seine alte Wirkungsstätte zurück. Scholz wünschte Fröhlich für die kommenden Jahre viel Improvisationsgeschick, das Vertrauen in sein sicheres Gespür für gute Entscheidungen und den Mut, der Schule seine eigene Note hinzuzufügen.

In seiner anschließenden Antrittsrede bedankte sich Dr. Fröhlich für das Vertrauen, das ihm von Kollegium, Eltern und Schülerschaft sowie dem Schulamt, das mit Herrn Scholz und dem zuständigen schulfachlichen Dezernenten Jochen Reinhardt gleich zweifach vertreten war, entgegengebracht wurde und zeigte sich voller Demut gegenüber den vielfältigen Aufgaben. Sein zentrales Bild war das der Schule als Orchester: Der Gesamtklang entstehe auch durch starke individuelle Stimmen. Aufgabe der Schulleitung sei es, das Orchester durch schwierige Passagen zu führen, Entscheidungen zu treffen, Wege aufzuzeigen und Abwägungen transparent zu machen. Dazu gehöre auch eine Fehlerkultur mit dem beständigen Mut, Entwicklungen voranzutreiben und Vorhaben zu erproben, um Lösungen und neue Wege zu finden. Dies alles gelinge am besten mit gegenseitigem Vertrauen, in kollegialer Verbundenheit und vor einem wertschätzenden Umfeld.

Dass dieser Führungsstil gut ankommt, attestierten sowohl der Personalrat, der mit symbolischen Präsenten das richtige Gespür für Weitblick, Mut, Geduld und Humor bestätigte, als auch Schülersprecherin Romy Seifried. Die Meinung der Lernenden werde gehört und wertgeschätzt, neue Projekte würden zeitnah umgesetzt und Kompromisse zielführend gefunden.

Nach den zahlreichen Lobesworten konnten die Gäste dem Gastgeber persönlich im Rahmen eines kleinen Umtrunks gratulieren.