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Tilemann-Schüler entdecken MINT- Welten

Eine Woche lang wurde es an der Tilemannschule Limburg besonders futuristisch: Der „TouchTomorrow-Truck“ machte Station auf dem Schulgelände und bot Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 8 bis 12 spannende Einblicke in die Welt der MINT-Berufe – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Initiiert durch das Engagement der Schule konnten die Jugendlichen moderne Technologien hautnah erleben und selbst ausprobieren. Ziel des Projekts der Dr. Hans Riegel-Stiftung in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit (BA) ist es, frühzeitig Interesse für naturwissenschaftlich-technische Berufsfelder zu wecken und berufliche Perspektiven aufzuzeigen. Im Inneren des Trucks warteten zahlreiche interaktive Stationen: Mit Gedanken gesteuerte Prozesse, selbst programmierte Roboter, virtuelle Konstruktionen mit Smart Glasses, Kugeln in einer Vakuumröhre auf 1.300 Stundenkilometer beschleunigen oder unter dem Motto „Strom smart steuern“ ein Energiemanagement aufbauen – die Mischung aus Experimentieren und digitaler Innovation kam bei den Schülerinnen und Schülern bestens an. 

Fachbereichsleiterin teilt Begeisterung ihrer Schüler
Begleitet wurden die Jugendlichen von sogenannten MINT-Coaches – jungen Naturwissenschaftlern, die nicht nur fachlich versiert sind, sondern auch pädagogisch geschult. Sie unterstützten beim Ausprobieren, erklärten Hintergründe und gaben Einblicke in ihren eigenen Werdegang. „Die Begeisterung der Schülerinnen und Schüler war deutlich spürbar. Viele waren überrascht, wie vielfältig und spannend naturwissenschaftliche Berufe tatsächlich sind. Der Truck hat ihnen ganz neue Perspektiven eröffnet“, betont Martina Fredl, Fachbereichsleiterin für die Naturwissenschaften an der Tilemannschule Limburg. Während die jüngeren Jahrgänge spielerisch an die Aufgaben herangingen, zeigten sich die älteren Schülerinnen und Schüler analytischer – das Interesse am praktischen Erleben blieb jedoch bei allen gleich groß. Auf einem Chip konnten sich die Teilnehmenden die individuellen Informationen ihres Besuchs und weiterführende Quellen speichern.
Auch die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Limburg begleitete das Projekt und stand für Fragen rund um Ausbildung und Studium im MINT-Bereich zur Verfügung. „Solche Formate sind enorm wertvoll, weil sie jungen Menschen praxisnah zeigen, welche Chancen ihnen offenstehen. Gerade im MINT-Bereich gibt es hervorragende berufliche Perspektiven und zudem viele innovative Berufsbilder, die hier greifbar werden“, erklärt Dr. Juliane Mohrland, Teamleiterin der Berufsberatung Limburg. Am Ende der Woche bleibt vor allem eines: Neugier auf die Zukunft – und vielleicht bei einigen schon eine konkrete Idee für den eigenen beruflichen Weg.

Toller Vormittag in der Mediothek mit Bücherduellen und mehr

Stiftung Lesen an der Tilemannschule: Workshop „Bücherduelle und mehr“ für Schülerinnen und Schüler der Klasse 5 am 20. März 2026

Ein tolles Angebot im Bereich der Leseförderung gab es kurz vor den Osterferien: Die Referentin der Stiftung Lesen Claudia Dohlich besuchte die Tilemannschule. 15 Schülerinnen und Schüler der aktuellen Jahrgangsstufe 5 konnten teilnehmen und tolle Spiele rund um Bücher kennen lernen und ausprobieren. Das Zungenbrecher-ABC zu Beginn sorgte bereits für viele gemeinsame Lacher und stimmte alle auf einen lustigen und kurzweiligen Vormittag ein. Die Höhepunkte des Vormittags bildeten der Buch-Bingo-Wettbewerb und das Spiel „Rekorde!“, bei dem die Teilnehmenden in Teams gegeneinander antraten. Am Ende waren sich alle einig:„Das hat Riesen-Spaß gemacht!“ 

Bei Fragen zu den Spielen, Ideen und Aktionen können sich interessierte Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte an Frau Jung wenden.

Nach den Osterferien stehen für unsere Sextaner die Besuche in der Buchhandlung Schäfer anlässlich des Welttags des Buches an, einer deutschlandweiten Kampagne zur Leseförderung.

Wir sind schon gespannt auf die diesjährige Geschichte „Der fliegende Klassenscooter“!

Herzlichen Glückwunsch, Lennon!

Auch beim Bezirksentscheid des Vorlesewettbewerbs konnte unser Schüler Lennon Scheib (6g1) wieder die Jury überzeugen.
Im Mai steht der Landesentscheid des 67. Vorlesewettbewerbs an. Wir wünschen Lennon weiterhin viel Glück und viel Spaß beim Vorlesen.

Einblicke in Politik und Geschichte: PoWi-Leistungskurse erkunden Berlin

Vom 15. bis 17. März 2026 unternahmen unsere beiden PoWi-Leistungskurse der Q2 eine spannende und politisch interessante Fahrt in die Hauptstadt. Auf dem Programm standen die bekanntesten historischen und politischen Stationen Berlins – ein ideales Umfeld, um Politikunterricht hautnah zu erleben.

Ein besonderes Highlight war die Teilnahme an einer Plenarsitzung des Deutschen Bundestages. Im Anschluss daran erhielten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit zu einem ausführlichen Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Klaus-Peter Willsch (CDU), auf dessen Einladung diese Exkursion stattfand. Die Diskussion bot wertvolle Einblicke in aktuelle politische Debatten und den Arbeitsalltag eines Abgeordneten.

Darüber hinaus setzten sich die Kurse intensiv mit der deutsch-deutschen Geschichte auseinander. Ein Besuch der Gedenkstätte des ehemaligen Stasi-Gefängnisses Hohenschönhausen vermittelte eindrucksvoll, wie das Ministerium für Staatssicherheit politische Gegner verfolgte und inhaftierte. Die Begegnung mit diesem historischen Ort hinterließ bei vielen einen nachhaltigen Eindruck.

Ein herzlicher Dank gilt Frau Rosenstiel-Stahl und Herrn Morawietz, die die Fahrt organisiert und begleitet haben.

Die Schulleitung ist wieder vollständig – wir begrüßen unseren neuen Studienleiter Georg Wiese

Seit Beginn des zweiten Halbjahres ist das Schulleitungsteam der Tilemannschule wieder vollständig: Georg Wiese übernimmt die Aufgaben des Studienleiters und damit die Organisation unserer Oberstufe. Zuvor war er an der Wilhelm-Knapp-Schule in Weilburg sowie an der Weiltalschule in Weilmünster in vergleichbaren Bereichen tätig und bringt somit wertvolle Erfahrung in der schulischen Organisation und Unterrichtsplanung mit.

Herr Wiese freut sich auf seine neuen Aufgaben an der Tilemannschule und auf die Zusammenarbeit mit Kollegium, Schülerschaft und Eltern. Die Schulgemeinde heißt ihn herzlich willkommen.

Internationaler Besuch im Europa-Unterricht

Im Rahmen des Projekts „Europa macht Schule“ durfte der Wahlunterricht „Wir sind Europa“ (WU, Jahrgang 10, Frau Eirich) an unserer Schule besonderen Besuch begrüßen. Eine internationale Studentin aus der Türkei, die derzeit ein Semester in Frankfurt verbringt und neben ihrem Masterstudium auch an einer Schule in der Türkei unterrichtet, gestaltete an zwei aufeinanderfolgenden Dienstagen Unterrichtseinheiten mit den Schülerinnen und Schülern.

Im Mittelpunkt des ersten Treffens stand das Thema Kultur und Identität. Gemeinsam wurde darüber gesprochen, welche Rituale und Gewohnheiten in verschiedenen Kulturen selbstverständlich sind – etwa das Ausziehen der Schuhe im Haus oder gemeinsame Mahlzeiten auf dem Boden. Anschließend erhielten die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in die Türkei. Dabei ging es unter anderem um Fragen wie: Wie stellen wir uns die Türkei vor? Welche Klischees gibt es? Wofür ist das Land bekannt?

In einem kreativen Arbeitsauftrag gestalteten die Schülerinnen und Schüler ihre eigene „Cultural Flower“, in der sie ihre persönliche kulturelle Identität darstellten. Anschließend wurden Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Gruppe besprochen. Darüber hinaus setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit ihrer eigenen Vorstellung von Europa auseinander.

Der Austausch fand vollständig auf Englisch statt. Die Schülerinnen und Schüler meisterten diese Herausforderung mit Bravour und zeigten großes Interesse an den Impulsen der internationalen Studentin. Der Besuch bot ihnen die Gelegenheit, Europa und kulturelle Vielfalt einmal aus einer persönlichen Perspektive kennenzulernen – ganz im Sinne des Projekts „Europa macht Schule“.

Großer Erfolg beim Teamwettbewerb Französisch für die Jahrgangsstufe 6

Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 6g1 und 6g2 mit erster Fremdsprache Französisch haben beim diesjährigen Internet‑Teamwettbewerb einen herausragenden Erfolg erzielt: In der Kategorie A1 belegten sie hessenweit den 2. Platz unter insgesamt 45 teilnehmenden Lerngruppen.

Der Wettbewerb wird jährlich vom Institut Français anlässlich des Deutsch-Französischen Tages am 22. Januar ausgerichtet. Ziel ist es, Teamarbeit, die Begeisterung für die französische Sprache sowie digitale Kompetenzen zu fördern. In acht abwechslungsreichen Themenbereichen stellten die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen unter Beweis. Dabei bearbeiteten sie sowohl Rechercheaufträge als auch Aufgaben mit Audio- und Videoelementen.

Der Wettbewerb bietet eine motivierende Gelegenheit, Sprache lebendig und digital zu erleben. Mit großer Konzentration, Engagement und ausgeprägtem Teamgeist gelang der Lerngruppe der Jahrgangsstufe 6 ein bemerkenswerter Erfolg, auf den die Schulgemeinde sehr stolz ist.

Zwischen Radikalisierung und Neuanfang: Jahrgangsstufe 10 im Austausch mit einem Aussteiger aus der rechtsextremen Szene

Am 6. Februar 2026 war der ehemalige Neonazi und heutige Extremismus-Präventionsreferent Axel Reitz zu Gast an unserer Schule und sprach vor der Jahrgangsstufe 10.

Reitz, Jahrgang 1983, war über Jahre eine zentrale Figur der deutschen Neonaziszene und bundesweit bekannt. Bereits als Jugendlicher rutschte er in extremistische Strukturen, entwickelte sich zum Kader und Propagandisten und verbüßte nach juristischen Konflikten eine Haftstrafe wegen Volksverhetzung. 2012 erklärte er öffentlich seinen Ausstieg aus der Szene. Seither engagiert er sich in der Extremismusprävention, arbeitet mit staatlichen und kirchlichen Initiativen zusammen und unterstützt Ausstiegswillige auf ihrem Weg zurück in die demokratische Gesellschaft. Dafür arbeitet er mit dem Verein „Extremislos e.V“ zusammen.

In seinem Vortrag schilderte er eindrücklich, wie Radikalisierung funktioniert, welche Dynamiken und Mechanismen innerhalb der Szene wirken und welche persönlichen Abgründe damit verbunden sind. Besonders erschütternd wirkten Bilddokumente aus seiner Vergangenheit – Aufnahmen aus rechtsextremen Parteiversammlungen, von Demonstrationen und aus dem Umfeld nationalsozialistischer Symbolik.

In der anschließenden Fragerunde zeigte sich, wie intensiv sich die Zehntklässlerinnen und Zehntklässler mit dem Thema auseinandergesetzt hatten. Die Zeit reichte kaum aus, um alle Fragen zu beantworten. Mit großer Aufmerksamkeit, Ernsthaftigkeit und spürbarer Betroffenheit fragten sie nach persönlicher Verantwortung, nach Schuld, nach heutigen Kontakten zu früheren Weggefährten und nach den Lehren aus dieser Biografie.

Die Veranstaltung hinterließ einen nachhaltigen Eindruck und stellte einen wichtigen Beitrag zur politischen Bildung an unserer Schule dar.

Nina Eirich

„Vorsichtig giftig!“ – Workshop zur IJSO 2026 – ein Erfahrungsbericht

Über die Teilnahme an der Aufgabenrunde der Internationalen Junior Science Olympiade und der Durchführung eines Workshops konnten sich wieder einige Schülerinnen und Schüler der Klasse 9 freuen.


Zu dem Workshop machten sich die die 12 Schülerinnen und Schüler vom 22. bis zum 23. Januar in die Jugendherberge Limburg, in Begleitung von Frau Fredl und Herrn Roßbach, auf den Weg. Das diesjährige Thema war „Vorsicht giftig!“ und enthielt lauter spannende Aufgaben aus allen Bereichen der Naturwissenschaft. Dem Aufenthalt in der Jugendherberge war ein Langzeitexperiment vorangestellt, bei dem man die Auswirkungen von Salz auf das Wachstum und die Entwicklung von Pflanzen beobachten konnte. Tatsächlich waren die Kressesamen, die mit einer hochkonzentrierten Salzlösung gegossen worden waren, deutlich schlechter gewachsen, als die, die ohne Salz gegossen worden waren. In der Jugendherberge wurde in kleinen Gruppen gearbeitet.
Das Arbeitsmaterial und die digitalen Endgeräte waren uns von der Schule zur Verfügung gestellt worden. Da wir natürlich nicht mit hochgiftigen Stoffen experimentieren durften, waren unsere Experimente auf einfachere Stoffe, wie Salz oder Vitaminpulver bezogen. Wir erforschten, zum Beispiel mithilfe von Karotten, Öl und Wasser, die Wirkung und Löslichkeit von Vitaminen und arbeiteten mit einer selbstgebauten Schleuder, um die Flugbahn eines Geschosses zu tracken. Neben der Arbeit an unseren Aufgaben durften wir aber auch spazieren gehen und zum nächstgelegenen Supermarkt laufen, um uns mit Snacks einzudecken. Am Abend nach dem Essen trafen sich alle, um gemeinsam Spiele zu spielen, also wurden die Handys einmal bei Seite gelegt und Gesellschaftsspiele wie „Mensch-ärgere- dich-nicht“ und „Können Schweine fliegen?“ wiederentdeckt und teilweise bis tief in die Nacht gespielt. Am nächsten Morgen durften dann die Aufgaben fertiggestellt werden.


Insgesamt war die Zeit sehr gelungen, einige neue Kontakte wurden über die Klassen hinaus geknüpft und es konnten eine Vielzahl neuer Erkenntnisse im naturwissenschaftlichen Bereich erlangt werden.

Charlotte Theuke