„Resilient und achtsam“ - Tilemannschule verabschiedet ihre Abiturientia 2022

Mit dem Jahrgang 2022 verabschiedete die Tilemannschule ihre 65 Abiturientinnen und Abiturienten mit einer Entlassfeier am 30. Juni 2022 im Beisein ihrer Eltern, der Schulleitung sowie ihrer Tutoren und Tutorinnen, nun wieder in einem festlichen Rahmen.
Drei Absolvent*innen der Abiturientia erreichten den glänzenden Abiturschnitt von 1,0 sowie zehn insgesamt einen Schnitt bis 1,4 trotz großer Herausforderungen durch Lockdown-Phasen während der Corona-Pandemie. Sechs Absolvent*innen erhielten darüber hinaus das Abibac, das französische Baccalauréat, zwei von ihnen sogar mit der höchsten Auszeichnung, mention très bien.
Mit „Pomp and Circumstance“ konnte die Feier begonnen werden, denn erstmals seit zweieinhalb Jahren spielte das Sinfonieorchester der Tilemannschule wieder bei einer schulischen Veranstaltung eben jenes Stück: „Land of Hope and Glory“.
Schulleiterin Regine Eiser-Müller freute sich in ihrer Ansprache an die Abiturientia besonders über das erste wieder unter normalen Bedingungen durchgeführte Abitur. Sie beglückwünschte von Herzen die Abiturientia zu ihren „herausragenden Leistungen als letztem G8-Jahrgang, zu Ihrer Resilienz und Achtsamkeit par excellence, die der Jahrgang bei vielen Gelegenheiten“ gezeigt habe. Die diesjährigen Absolvent*innen seien „höchst kompetent, flexibel, engagiert, reflektiert, also bestens gerüstet, um Aufgaben und Verantwortung in unserer hochmodernen und hochkomplexen Gesellschaft zu übernehmen“. Sie erinnerte die Abolvent*innen an die Höhepunkte ihrer Schullaufbahn, ihre Abschlussfahrten, Exkursionen vor und nach den Pandemieeinschränkungen, dankte für das aktive Engagement in vielen Bereichen des Schullebens.
In ihrem Grußwort freute sich Carmen Worch, Vorstandsvorsitzende des Fördervereins, darüber, dass sich die Abiturient*innen in einer Zeit, für die es keinen Ratgeber gegeben habe, gemeinsam mit den Lehrerinnen und Lehrern den Veränderungen gestellt und auf neue Formen des Lernens mit neuen Tools eingelassen hätten. Michael Petri, der scheidende stellvertretende Vorsitzende des Schulelternbeirats, schloss sich dieser Einschätzung an und betonte die soziale Komponente: Allein am Bildschirm, mit Kacheln und manchmal schlechtem WLAN hätten die Lernenden einen Großteil ihrer Zeit in der Oberstufe verbracht, aber das habe sie auch einzigartig gemacht.
Nach der Zeugnisübergabe zeichnete Pascal Beekmann, 1. Vorsitzender des Ehemaligenvereins, die drei exzellenten Absolvent*innen Elias Morello, Sara Tollmann und Jasmin Kremer mit der Spitzenleistung von 1,0 aus, darüber hinaus auch jene, die sich für die Schulgemeinde besonders engagiert hatten: für die SV-Mitarbeit Sakshi Gandhi, die sich von der 8. Klasse bis zum Abitur dort in besonderem Maß engagiert hat und Schülersprecherin der Tilemannschule gewesen war, sowie Paulina Wolf für ihren Einsatz für die SV, Joris Meyer für sein Engagement in der Homepage-AG, Lilly Conrad, Sarah Tollmann, Alina Gerres für deren langjährige Arbeit im Schulsanitätsdienst, Emma Bohm und Alina Gerres für ihre Tätigkeit als Schülerscouts. Rebekka Thorn und Liam Wittmann engagierten sich im Buddy-Projekt. Sarah Tollmann und Alina Gerres gehörten viele Jahre zu den Ensembles der AGs Darstellendes Spiel bzw. Theater AG, Sarah Tollmann, Annabelle Will, Florence Lintl zur Big Band oder dem Sinfonieorchester.
Jörn Schweisgut zeichnete für die Naturwissenschaften Lynx Petry Pacheco mit dem Mathematik-Preis, Elias Morello und Jakob Herz mit dem Physik-Preis, Sara Tollmann und Elias Morello mit dem Chemie-Preis der jeweiligen Deutschen Gesellschaften aus. Weitere Preise für ihre hohe Fachkompetenz erhielten Patrick Littau für Informatik und Sarah Tollmann für Biologie. Der Geschichtspreis der Stadt Limburg wurde Felina Ohl verliehen. Boris Linn (Abibac-Beauftragter) überreichte Florence Lintl und Miriam Mouhli den Abibac-Preis für außergewöhnliche Prüfungsleistungen im deutschen und französischen Abitur.
Für den Abiturjahrgang sprach die Jahrgangssprecherin Paulina Illert. Sie reflektierte u.a. die Besonderheiten des Zeitmanagements für den Jahrgang, sei es bei der Prüfungsvorbereitung oder einfach bei der Parkplatzsuche. Da habe Homeschooling auch seine Vorteile gehabt, denn ohne Zeitverlust, ohne Masken oder Corona-Tests habe man an den Videokonferenzen teilnehmen können. Doch die Gemeinschaft hätten sie schon vermisst. Die gemeinsame Zeit im Präsenzunterricht wurde umso mehr geschätzt. Und ein bisschen Nostalgie fühlten sie auch.

Für die SV gratulierten Schulsprecher David Ludwig und Stellvertreterin Lara Seibt zum bestandenen Abitur und hoben besonders hervor, dass gerade in Zeiten von Krieg und Gewalt Programme wie Erasmus wichtiger denn je geworden seien, um internationale Kontakte zu pflegen und eine Welt in Frieden und Freundschaft aufrecht zu erhalten. Viele Abiturientinnen und Abiturienten hätten sich in diesem Programm engagiert, um europaweit Aufmerksamkeit für starke Beziehungen zwischen den Ländern zu schaffen, die Werte und Kulturen anderer Länder kennen und schätzen zu lernen. Zudem hätten sie mit dazu beigetragen, dass Projekte wie die Hilfsaktion für die Ukraine, die Valentins-Aktion sowie die Instagram-Seite der Tilemannschule erfolgreich zustande gekommen seien.