Austauschfahrt nach Pau

Am Montag, dem 04.11.2019 begann unser Pau-Austausch mit Nebel, Regen und dem Geburtstag einer Schülerin. Das Wetter, welches sich leider auch in den nächsten Tagen nicht bessern sollte, sorgte für einen längeren Flug und eine verspätete Landung in Toulouse.
Nach weiteren zwei Stunden Busfahrt – und damit einer Reisezeit von 8 Stunden – konnten wir dann endlich unsere Austauschpartner kennenlernen. Dieses erste Zusammensein im Lycée Barthou, begleitet von einer Willkommensrede des Schulleiters und Chocolatines (nicht pains au chocolat!!) verlief gut und gegen 18.00 Uhr verabschiedeten wir uns, um zu den Gastfamilien aufzubrechen.

Der zweite Tag des Austauschs begann mit vier Stunden gemeinsamen Unterrichts im Lycée Barthou. Danach folgte ein Mittagessen in der Kantine, bei dem es extra für uns Spezialitäten aus der Region gab. Anschließend machten wir uns ohne die französischen Austauschpartner auf den Weg zum Château de Pau. Dort erhielten wir eine unterhaltsame Führung, bei der ein Schüler in die Rolle des Königs Henri IV schlüpfte und eine Schülerin in die seiner Königin. Aufgrund des anhaltenden Regens fiel die geplante Stadtrallye wortwörtlich ins Wasser. Stattdessen machten wir es uns in einem Café mit Kakao und Crêpes beim Kartenspielen gemütlich. Den Abend verbrachten wir in den Familien.

Am Mittwochmorgen begannen unsere verschiedenen Praktika in und um Pau. Diese absolvierten wir u.a. in Bekleidungsgeschäften, Buchläden, einem Kindergarten oder auch einer typisch französischen Bäckerei. Dabei mussten sich die Schüler selbst auf Französisch zurechtfinden, wobei alle viel lernten. Erst zum Mittagessen konnten wir uns wieder mit unseren Klassenkameraden auf Deutsch unterhalten, während wir die Stadt gemeinsam erkundeten und auch das eine oder andere Geschäft durchforschten. Nach der Mittagspause setzten wir unsere Arbeit fort, so dass wir am Abend geschafft mit unseren Austauschpartnern, die in der Zeit im Unterricht waren, in strömendem Regen nach Hause kehren konnten.

Donnerstag und Freitag verliefen ähnlich, mit einer gewissen Routine absolvierten wir unsere Aufgaben immer selbständiger.
Das Wochenende verbrachten wir in unseren Gastfamilien, mit denen wir viel erlebten, wie z.B. Wanderungen in den Pyrenäen, in denen bereits der erste Schnee gefallen war.

Der Montag unserer zweiten Woche in Pau fiel auf einen französischen Feiertag, an dem der französischen Opfer der beiden Weltkriege mit Zeremonien gedacht wird.

An unserem letzten Tag in Pau machten wir einen Ausflug nach Bayonne und Biarritz, wo wir in einem Museum viel über die baskische Geschichte erfuhren. Außerdem hatten wir Zeit, die schöne Innenstadt sowie die Strandpromenade in kleinen Gruppen zu entdecken.
Mittwochmorgens mussten wir uns dann von unseren Gastfamilien und Austauschpartnern verabschieden. Dieser Abschied fiel uns in dem Wissen, dass wir uns bereits in ein paar Monaten in Limburg wiedersehen würden und in der Zwischenzeit in Kontakt bleiben könnten, leichter. Unser Rückflug verlief problemlos, sodass wir pünktlich in Frankfurt ankamen.